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Datum

Zeit

Mittwoch, 23. Oktober 2019

09:00 Uhr

Interdisziplinäre Diskussionsrunde zum Thema

«Übergangsmanagement und Nachsorge: Die wahren Herausforderungen des Massnahmerechts»

Ort

PUK Universität Zürich 

Beitrag inkl. Mittagessen & Tagungsband

CHF 335.—

Seit längerer Zeit ist die Diskussion über Massnahmen und deren Vollzug praktisch ausschliesslich durch ein einseitiges Sicherheitsdenken geprägt. Sowohl die politische Diskussion und Gesetzgebung wie auch die Rechtsprechung sind primär auf entsprechende Fragen fokussiert. Dabei geht vergessen, dass die wenigsten massnahmenbedürftigen Straftäterinnen und Straftäter extrem gefährlich sind, weshalb eine differenzierte Haltung sachgerecht ist. Die Nullrisiko-Mentalität trübt den Blick für die Frage, ob dem Rückfallrisiko einer betroffenen Person nicht auch mittels anderer Mechanismen als einer langdauernden hochgesicherten Unterbringung entgegengewirkt werden kann und muss.

 

Während die ambulante Nachsorge z.B. in Deutschland verpflichtend ist, wird dem Übergangsmanagement nach einem langen Vollzug und der psychiatrisch psychotherapeutischen Unterstützung nach einer Entlassung aus dem stationären Setting hierzulande bislang wenig bzw. erst zögerlich Beachtung geschenkt. Nur wenige Kantone verfügen über spezialisierte bzw. ausreichend ausgebaute Behandlungsangebote. Dies zieht die Gefahr nach sich, dass die im Rahmen der stationären oder vollzugsbegleitenden Interventionen erreichten Fortschritte unter Alltagsbedingungen verpuffen. Die diesjährige Diskussion im Forum Justiz und Psychiatrie soll bewährte aber auch neue Wege der Nachsorge aufzeigen und die Gelegenheit bieten, bisherige Erfahrungen auszutauschen und zu verarbeiten. 

Übergangsmanagement

und Nachsorge

 

Grundsätzliches – Problematisierung eines strikten Sicherheitsdenkens im Massnahmenvollzug

Zeit

09:35

Manfred Stuber 

Einleitende Bemerkungen aus der Sicht eines Leiters einer Massnahmenvollzugseinrichtung

Zeit

10:00

10:30

Notwendigkeit eines Übergangsmanagements 

und Erfahrungen in der Praxis

Zeit

13:30

Henning Hachtel

Konzept, Übergangs- und Entlassungsmanagement der forensischen Ambulanz Basel

Zeit

14:00

Jonas Webe

Vollzuglockerungen bei Verwahrungen – ein Widerspruch?

 

Diskussion

Zeit

15:00

Kaffeepause

Zeit

15:30

Tatjana Voß

Erfahrungen aus der Nachsorge von Entlassenen mit ungünstiger Prognose

Neue Vorschläge und die politische Diskussion

Zeit

16:00

Ronald Gramigna

Zum Vorschlag einer sog. Aufsichtsmassnahme als Lösung der Probleme während und nach dem Vollzug.

Zeit

17:00

Schluss der Tagung mit anschliessendem Apéro

Programm

Fachtagung

Zeit

09:00

Eintreffen 

Zeit

09:30

Eröffnung der Tagung 

Elmar Habermeyer 

Warum sind Übergangsmanagement und Nachsorge die wahren Herausforderungen des Massnahmerechts? 

Zeit

Kaffeepause

Zeit

11:00

Ineke Pruin

Resozialisierung und Risikoorientierung – (k)ein Widerspruch?

Diskussion

Zeit

12:15

Mittagspause

 

Dr. phil. I Ronald Gramigna 

Chef Fachbereich Straf- und Massnahmenvollzug 

Bundesamt für Justiz

Prof. Dr med. Elmar Habermeyer 

Direktor Klinik für Forensische Psychiatrie

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich 

Dr. med. Henning Hachtel

Leitender Arzt Erwachsenforensik und stv. Klinikdirektor FPK

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel 

Lic. theol./MSc/Exec. MBA Manfred Stuber

Direktor JVA St. Johannsen

Le Landeron

Prof. Dr. iur. Ineke Pruin 

Professorin Universität Bern

Institut für Strafrecht und Kriminologie

Dr. med. Tatjana Voß

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Forensische Psychiatrie, Charite- Universitätsmedizin Berlin, Forensisch- Therapeutische Ambulanz

Prof. Dr. iur. Jonas Weber

Professor Universität Bern

Institut für Strafrecht und Kriminologie

Referenten

 
 

Tagungsleitung 

Marianne Heer

Prof. Dr. iur.

Kantonsrichterin Luzern

Elmar Habermeyer

Prof. Dr. med.

Direktor Klinik für Forensische Psychiatrie, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich 

Stephan Bernard

Rechtsanwalt, lic. iur., LL.M.

Fachanwalt Strafrecht SAV