
Datum
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Zeit
09:00 Uhr
Interdisziplinäre Diskussionsrunde zum Thema
Was ist deliktorientierte Therapie
Ort
Kantonsratsaal, Luzern
Beitrag inkl. Essen/Apéro und Tagungsband
CHF 335.—
Die Behandelbarkeit von psychisch gestörten Straftätern wurde in forensisch-psychiatrischen Gutachten sowie Strafurteilen trotz der zentralen Bedeutung dieses Themas im Gesetz sowohl bei der Anordnung von Massnahmen wie auch im Verlauf des Vollzugs stiefmütterlich behandelt.
Sowohl in der forensisch-psychiatrischen wie auch in der juristischen Wissenschaft wird dieser Thematik inzwischen grössere Aufmerksamkeit geschenkt. Einem unbeirrbaren Glauben an den Erfolg von Therapien ist eine realistischere Betrachtungsweise gewichen. Therapien werden zunehmend hinterfragt. Bei gewissen Störungsbildern werden die Erfolgschancen einer Therapie kontrovers diskutiert, bewährten Methoden werden neue Modelle an die Seite gestellt. Bei längerem Vollzug wird eine Aufrechterhaltung von Massnahmen kritischer beurteilt.
Die Fragen, die sich hier stellen, sind erst ansatzweise bearbeitet. Wir erhoffen uns von unserem Forum einen Gewinn neuer Erkenntnisse oder zumindest eine Sensibilisierung für die neu diskutierten Probleme. Wie gewohnt verspricht ein interdisziplinäres Publikum eine interessante Diskussion.
Therapie im Straf- und Massnahmenvollzug: Neue Fragen zur Behandelbarkeit
Zeit
09:00
Eintreffen
Zeit
09:30
Eröffnung der Tagung
Zeit
09:40
Noémi Biro
Behandlungsprognose im Massnahmenrecht: eine rechtliche Bestandsaufnahme im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.
Zeit
10:10
Thierry Urwyler
Die Behandlungsprognose, eine sinnvolle Weichenstellung im Massnahmenrecht?
Diskussion, anschliessend Kaffeepause
Zeit
11:30
Irina Franke
Zwischen Theorie und Praxis: Empfehlungen für den Vollzug stationärer Massnahmen nach Art. 59 StGB in forensisch-psychiatrischen Kliniken.
Diskussion, anschliessend Mittagspause
Zeit
13:30
Elmar Habermeyer
Deliktorientierte Therapie, eine Sackgasse?!
Zeit
15:00
Peer Briken
Warum und wie Psychodynamik in der forensischen Therapie?
Diskussion, anschliessend Kaffeepause
Zeit
15:30
Dieter Seifert
Therapie mit mutmasslich nicht psychotherapiefähigen Patienten.
Zeit
16:00
Hans-Ludwig Kröber
Therapie mit leugnenden Straftätern.
Zeit
17:00
Diskussion, anschliessend Apéro
Programm
Fachtagung
Dr. iur. Noémi Biro
Appellationsgericht Basel-Stadt
Prof. Dr. med. Peer Briken
Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie am UKE, Hamburg
PD Dr. med. Irina Franke
Zentrum für Forensische Psychiatrie, Psychiatrische Dienste Graubünden und Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Ulm
Prof. Dr. med. Elmar Habermeyer
Klinik für Forensische Psychiatrie, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Prof. Dr. med. Hans-Ludwig Kröber
Zentrum für Forensisch-Psychiatrische Begutachtung (ZFPB), Berlin
Prof. Dr. med. Dieter Seifert
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster, Institut für Kriminalwissenschaften
Prof. Dr. iur. Thierry Urwyler
Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, Universität Zürich
Referent:innen
Tagungsleitung

Marianne Heer
Prof. em. Dr. iur.
Lehrbeauftragte an der Universität Bern und Kommentatorin des Massnahmenrechts im BSK

Elmar Habermeyer
Prof. Dr. med.
Direktor Klinik für Forensische Psychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich

Stephan Bernard
Rechtsanwalt, Dr. iur., LL.M.
Fachanwalt Strafrecht SAV
Lehrbeauftragter an der Universität Fribourg und an der ZHAW
















